Die Halbinsel Krim könnte ein Paradies im Schwarzen Meer sein …

Die Halbinsel Krim, die sich im Süden der Ukraine befindet, ist nur durch die Landenge von Perekop mit dem Festland verbunden. Geprägt durch eine landschaftliche Vielfalt und unterschiedliche Klimazonen ist die Krim mit rund 27 000 Quadratkilometern Fläche nur wenig kleiner als Belgien. Sie ist umgeben vom Asowschen Meer im Nordosten und vom Schwarzen Meer im Westen und Süden.

Im Norden befindet sich Steppe mit heißen trockenen Sommern und kalten Wintern, während sich durch den Süden das Krimgebirge bestehend aus drei Bergketten zieht. Bekannte Kurorte wie Jalta liegen an einem bis zu acht Kilometer breiten vorgelagerten Küstenstreifen, der Schwarzmeerküste. Das dortige Klima ist mit heißen und trockenen Sommern sowie milden Wintern mediterran und damit gut geeignet für den Anbau von Südfrüchten und Wein. So gedeiht der berühmte Krimsekt in dieser Klimazone hervorragend.

Schmelztiegel der Völker und Kulturen

Die Halbinsel Krim blickt auf eine sehr bewegte Geschichte zurück. Nicht ganz geklärt ist die Bedeutung des Namens. Historiker vermuten, dass er auf das tatarische Wort für „Festung“ oder „Graben“ zurückzuführen ist.

Zahlreiche Völker zogen über die Insel oder ließen sich nieder: Im Altertum wohnten dort Kimmerier (ein nomadisches Reitervolk aus Südrussland und der Ukraine), Taurer (ein kriegerisches Volk) und Skythen (mit den Persern verwandtes Nomadenvolk).

Griechen hinterließen die deutlichsten Spuren

Die Griechen gründeteten das Bosporanische Reich und nannten die Insel „Taurische Halbinsel“. Es existierte sogar noch, als das Gebiet unter römischen Einfluss geriet. Die Griechen gründeten außerdem die heutige Hauptstadt der Krim Simferopol. In den folgenden Jahrhunderten kamen Goten, Hunnen, Chasaren und Tataren auf die Krim.

Im 13. Jahrhundert erkannten die Mongolen der Goldenen Horde die strategisch günstige Lage der Krim und nutzten diese für ihre Handelsbeziehungen mit Ägypten. Anfang des 16. Jahrhunderts besiegten wiederum die Krimtataren die letzten Herrscher der Goldenen Horde und bereiteten damit den Weg für den späteren Einfluss des russischen Reiches.

(sk/mig/.rufo, Oktober 2009)

Kategorie: Allgemein, Aktualisiert am 20. Oktober 2009 von Redaktion | Anmelden